Ihr Gleitsichtspezialist

Das sollten Sie zum Thema Gleitsicht wissen

Mit einer guten Gleitsichtbrille können Sie den Herausforderungen der modernen Welt entspannt entgegensehen. Sie korrigiert gleichzeitig Kurz- und Weitsichtigkeit und gewährt auch auf alle Distanzen dazwischen eine scharfe Sicht, sodass Sie für nahezu jede Sehsituation des Alltags gerüstet sind. Dabei erfolgt die stufenlose oder „gleitende“ Korrektur von oben nach unten von der Fern- in die Nahsicht.

Je nach Qualitätsstufe des Gleitsichtglases sind große Unterschiede im Sehkomfort und in der Spontanverträglichkeit festzustellen. Generell gilt: Je hochwertiger das Glas, desto kleiner der unscharfe Randbereich und desto größer der nutzbare Sehbereich. Auch der Übergang vom Fern- zum Nahsehen ist bei einer höheren Qualitätsstufe sanfter. Natürlich ist ein individuelles Gleitsichtglas komplexer und damit kostenintensiver in der Herstellung, der Qualitätsunterschied zum einfachen Gleitsichtglas ist jedoch immens. Insgesamt ermöglicht es ein merklich natürlicheres, großflächigeres Sehen in allen Bereichen; durch die optimale Anpassung an das Auge und die individuellen Sehgewohnheiten ist die Zeit, die das Gehirn braucht, um sich an die neuen Seheindrücke zu gewöhnen, wesentlich kürzer.

Der Preis eines wirklich guten Gleitsichtglases lässt allerdings viele Kunden zurückschrecken. Preisbewusste Brillenträger greifen daher vielleicht auf Online-Anbieter zurück, die zum Teil mit erstaunlich günstigen Angeboten dem Fachoptiker mit eigenem Laden Konkurrenz machen. Doch die geringeren Kosten gehen auch mit einer fehlenden Beratung und Abstrichen bei der für Gleitsichtbrillen existenziellen Augenprüfung einher. Ein Gleitsichtglas ist ein Stück hochwertiger optischer Technik, dessen Herstellung viel Wissen, jede Menger genauer mathematischer Berechnungen und exakte Informationen über den Brillenträger benötigt. Der Augenabstand, die Kopfform, Form und Sitz der Fassung und persönliche Seh- und Lesegewohnheiten sind nur einige Parameter für eine präzise Augenglasbestimmung. Je mehr Rücksicht das Design des Gleitsichtglases auf diese Faktoren nimmt, desto besser ist das Seherlebnis – störungsfreier, entspannter und spontanverträglicher. Modern ausgestattete Augenoptiker verwenden zur Feststellung dieser Parameter Geräte wie z.B. das Zeiss Video Infral, das die anhand von Fotos gemessenen Werte nach dem Kasten-Maß-System analysiert. „In Verbindung mit einer korrekten Augenglasbestimmung und einer guten Beratung in Bezug auf Wahl der geeigneten Fassung und der bestmöglichen Gläserqualität erhält der Kunde eine Gleitsichtbrille, die exakt seinen individuellen Ansprüchen genügt.“, sagt Christoph Bajohr, Augenoptikermeister und Inhaber. Es ist also in jedem Fall besser, die Kompetenz, den Service und die Sicherheit in Anspruch zu nehmen, die nur ein professioneller Augenoptiker im direkten Kontakt garantieren kann. Die gemessenen Werte können 1:1 auf Sonnenbrillen und selbsttönende Gläser übertragen werden.

Ein ausgebildeter Augenoptiker wird Sie detailliert beraten, ob eine Gleitsichtbrille für die persönliche Lebenssituation, in der die Sehhilfe genutzt werden soll, geeignet ist. Personen, die einen Beruf ausüben, der das genaue Erkennen und Beurteilen von Linien erfordert, wie z.B. Grafiker, technische Zeichner oder Konstrukteure, ist unter Umständen von einer Gleitsichtbrille abzuraten, da es beim Sehen zu leichten Verzerrungen kommen kann, wenn der Blick von einer Seite zur anderen schwenkt. Arbeiten Sie viel am Bildschirm, ist eine Gleitsichtbrille zu empfehlen, deren Sehzonen auf die Arbeit am PC ausgerichtet sind. Denn das Display ist etwa 70-90 cm von den Augen entfernt und dieser Sehbereich ist bei normalen Gleitsichtbrillen etwas eingeschränkt. Wird die Entfernung und vor allem die Höhe des Bildschirms bei der Anpassung berücksichtigt, verhindert solch eine zusätzliche Bildschirmarbeitsplatzbrille, die im Übrigen vom Arbeitgeber bezuschusst wird, eine durch die Kopfhaltung verursachte Verspannung oder Kopfschmerzen.

Auch Sportler müssen gewisse Paradigmen wie Körperhaltung, Blickrichtung, Verletzungsgefahr Lichtverhältnisse etc. bei der Wahl der optimalen Sehhilfe berücksichtigen. Ein gewisses Maß an Nahsicht mag dabei zwar förderlich sein, doch wichtiger sind eine gute Fernsicht und ein großes Blickfeld über das gesamte Glas hinweg. Letzteres ist bei einem Gleitsichtglas nicht gegeben. Bei den meisten Sportarten ist daher von Gleitsichtgläsern abzuraten. Eine Ausnahme stellt die Sportart Golf dar. Für den Golfer gibt es eine spezielle Gleitsichtbrille, die eine präzise Abbildung sowohl im Fernbereich (zum Abschätzen weit entfernter Greens), als auch im Nahbereich (zum Ausfüllen der Scorekarte) und im Zwischenbereich (zum sog. Ansprechen des Balles) garantiert. Das Design ist auf die gekurvten Fassungen zum Schutz des Auges angepasst. So kombiniert die Golf-Gleitsichtbrille scharfes und komfortables Sehen mit einer für Sportler wichtigen Schutzfunktion. Zusätzlich können die Gläser an die speziellen Lichtverhältnisse angepasst werden, sodass ein besseres Erkennen von Konturen auf der Grasfläche ermöglicht wird. Bei den meisten anderen Sportarten ist statt einer Gleitsichtbrille jedoch die Verwendung einer Additionsfolie zu empfehlen. Dabei handelt es sich um eine hochtransparente optische Folie, die sich leicht auf der Innenseite der für den jeweiligen Sport passenden Sportbrille anbringen lässt. Diese Folie wirkt wie der Nahsichtteil einer Gleitsichtbrille und ist in 0,5 dpt Abstufungen bis +4 dpt erhältlich.

In den letzten Jahren sind enorme Fortschritte in Bezug auf die sogenannten Multifocallinsen oder Mehrstärkenkontaktlinsen gemacht worden. So müssen Kontaktlinsenträger im Falle einer Presbyopie oder Alterssichtigkeit nicht auf die Vorteile dieser unsichtbaren Sehhilfe verzichten.

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